Rommeln

 

In vielen Stadtteilen Düren ist es bekannt gewesen, das Rommeln. Die Kinder zogen ab Weiberfastnacht durch die Straßen ,  von Tür zu Tür und sangen " Ahl Möhn, jot Möhn, jävv ons jätt en de Rommelspott sons jon mer net vun dä Tür fott". Die Kinder bekamen dann Süßigkeiten. Überliefert ist der Rommelspott als Gefäß, der mit einer Schweinsblase überzogen, dem in der Mitte ein Stöckchen durch die Schweinsblase gezogen wurde, der dann beim Drehen ein knurrendes Geräusch von sich gab. In Aachen wurde ein derartiger Rommelspott bereits 1338 erwähnt.

 

Rosenmontagszug

In vielen Städten im Rheinland erreicht das karnevalistische Treiben am Rosenmontag seinen Höhepunkt. Mit „Rosen“ hat das jedoch nicht viel zu tun: Der ausschweifende Genuss und das Herumtollen kurz vor der Fastenzeit (auf Kölsch: "rôse") gaben dem „rasenden Montag“ seinen Namen. In Düren heißt dieser Tag Orchideensonntag.

 

RVD

Der Regionalverband Düren im Bund Deutscher Karneval e. V. vertritt die Interessen von mittlerweile rund 143 dem Verband angeschlossenen Gesellschaften. Er ist einer von 36 Landes- und Regionalverbänden des Bund Deutscher Karneval, dem über 5000 Gesellschaften und Vereine angehören.

 

Das Verbandsgebiet des RVD erstreckt sich von Linnich im Norden bis Blankenheim im Süden. Zu den Mitgliedern gehören neben dem Festkomitee Dürener Karneval auch ca. 30 Gesellschaften im Stadtgebiet Düren.

 

Zweck des Verbandes ist der Zusammenschluss und die Betreuung aller in der Stadt Düren, der Kreise Düren und Euskirchen ansässigen Karnevalsgesellschaften und Vereine.

 

Zu den Aufgaben des Verbandes gehören:

a) Pflege des Karnevals auf traditions- und landschaftlich gebundener Grundlage,

b) beratende und helfende Funktionen gegenüber Gesellschaften und Vereinen, Förderung des Karnevalsbrauchtums, und die Unterstützung der Gesellschaften und Vereine in ihren diesbezüglichen Anliegen,

c) das Gesamtinteresse der angeschlossenen Gesellschaften und Vereine gegenüber Behörden, Gemeinden in allen Bereichen zu vertreten,

d) die Durchführung von Arbeitstagungen, mit dem Zweck der Kontaktpflege, der Bekämpfung von Auswüchsen innerhalb der fastnachtlichen Brauchtumspflege, und Bestrebungen kommerzieller Ausnutzung,

e) die Vertretung der Gesamtinteressen der Gesellschaften und Vereine beim Bund Deutscher Karneval (BDK) mit Sitz in Köln sowie Aufnahme und Pflege von Kontakten mit anderen karnevalistischen Verbänden, Gesellschaften und Organisationen,

f) die Förderung der Jugendpflege.

 

Der RVD unterhält im Übrigen ein eigenes Fastnachtsmuseum.

 

Seit seiner Gründung am 17.Oktober 1957 standen dem Verband vor;

Heinz Rosskamp 1957-1969

Willi Kuck 1969 – 1991

Rolf- Peter Hohn 1991 – 2013

Heribert Kaptain 2013 -

 

 

 

Senatoren und Senatorinnen

Die Senatorinnen und Senatoren der KG Südinsulaner sind Ehrenmitglieder, die sich um den Dürener Karneval und die Gesellschaft verdient gemacht haben.

 

Sie werden auf die 5 güldenen* Senatsregeln vereidigt, die da lauten:

Der Senator sollte-muss aber nicht.

Wenn er kann, sollte  er an allen Veranstaltungen der Gesellschaft repräsentativ teilnehmen.

Wenn er kann, sollte er die Gesellschaft im Rahmen seiner Möglichkeiten ideel oder materiell unterstützen.

Insbesondere sollte der Senator ein offenes Ohr für die Belange der Gesellschaft haben.

Die ihm anlässlich der Ernennung verliehene Ehrenmütze ist auf karnevalistischen Ereignissen zu tragen.

*nach Norbert Gülden, Senator der Gesellschaft

Die Häuptlinge waren die Vorläufer der Senatoren und Senatorinnen und  gehen auf Franz-Josef Tresemer zurück, da man der Auffassung war, dass der Stamm der Südinsulaner auch einen Häuptling haben müsse. Zu deren Ernennung wurde ein silberner Tomahawk verliehen.

 

 

 

Session

Viele Menschen, gerade im Rheinland, meinen, Karneval sei das ganze Jahr über und unter dem Deckmantel des Karnevals, sei alles erlaubt. Dem ist natürlich nicht so. Karneval ist ein uraltes, überliefertes Brauchtum, das erhaltenswert ist. Zum Erhalt des Brauchtums gehört neben der Anpassung an die sich verändernde Gesellschaft aber auch, dass man die Herkunft des Brauchtums kennt und beachtet. Das Karnevalsbrauchtum hat verschiedene Ursprünge. Der tragende Gedanke ist die

Anlehnung an das christliche Kirchenjahr mit dem alljährlichen Abschluss an Fastnacht - also dem Tag vor Aschermittwoch. Würde man das ganze Jahr über Karneval feiern, ginge das Alleinstellungsmerkmal des Brauchfestes verloren. Es gäbe keine Unterscheidung mehr zu anderen Festivitäten im laufenden Jahr. Der althergebrachte Brauch würde zur Beliebigkeit verkommen. Was würde den Karneval dann noch von anderen Festen unterscheiden und zu etwas Besonderem machen. Um hier die Grenzen zu ziehen, hat der Bund Deutscher Karneval (BDK) mit seinen über 5500 angeschlossenen Gesellschaften und Vereinen eine Ethikcharta verabschiedet und für seine Mitglieder Richtlinien erlassen. Demnach gilt für die unter dem Dach des BDK organisierten Gesellschaften und Vereine, dass das Brauchtum Karneval nur in der so genannten Session oder an anderen Orten Kampagne bezeichneten Zeit stattfindet. Zum Sessionsauftakt gehört die Zeit rund um den Elften im Elften - also die Zeit vom 03. November bis zum Samstag vor dem 1. Advent und die Zeit für Brauchtumsveranstaltungen zwischen Silvester und Aschermittwoch. Alle anderen Termine fallen außerhalb der durch das Brauchtum umfassten Zeit.

 

 

 

Strohmanus

 

 

Zum Jülicher Fastnachtsbrauch gehört seit über 300 Jahren die Historische Gesellschaft Lazarus Strohmanus. Das Symbol der Gesellschaft, ist eine Strohpuppe, genannt Lazarus, der in jedem Jahr nach Dreikönig, in der Öffentlichkeit getauft wird. Sonntags vor Fastnacht hält die Gesellschaft ihre Jahreshauptversammlung ab, bei der einer Person, die sich um die Belange der Jülicher Bürger verdient gemacht hat, der Hexenturm-Orden verliehen wird. Am Veilchendienstag pflegt man mit dem Umzug durch die Stadt Jülich und das Aufwerfen der Lazaruspuppe, einen uralten Brauch der Herzogstadt. Nach Einbruch der Dunkelheit beerdigt die Gesellschaft den Lazarus in der Rur und beendet damit einen traditionsreichen Tag.

aus der Homepage:www.strohmanus.de

 

 

 

 

 

 

Südinsulaner –der Name-

Die KG Südinsulaner 1952 e.V. haben ihren Kernsitz im Süden von Düren, rund um die Zülpicher Strasse, der Dechant-Bohnekampstrasse, der Riemann-Kaserne , der Feuwehr-Hauptwache, jedenfalls auf der einzigsten nennenswerten Erhöhung unserer Stadt, von der man trefflich auf diese herabschauen kann, was, wegen des hervorragenden Blicks gerade zum Feuerwerk der Annakirmes, sehr beliebt ist.

Nach dem Krieg, die Stadt lag ja bekanntlich in Schutt und Asche, waren auch die Infrastrukturen noch nicht wiederhergestellt, und so war auch die Kanalisation in großem Umfang zerstört. Und so bildete sich rund um den Dürener Süden nach Regenfällen quasi eine Seenlandschaft, was den Berg in Dürens Süden quasi wie eine Insel erscheinen ließ. Die hat dann den damaligen Südinsulaner Richard Zimmermann dazu bewogen, von den „Südinsulanern“ zu sprechen.

 

 

Tollitäten

 

Die Südinsulaner stellten in Ihrer Geschichte immer zum Jubiläum die karnevalistische Tollität.

 

So erstmals im Jahre 1973/74 Prinz  Willy II.  (Ruland), und auch in diesem Jahr die Kindertollität Markus I. (Grüsser), im Jahre 1984/85 Manfred I. ( Barsuhn), im Jahre 1995/96  Hans-Peter I. und Nancy I. Schneppenheim und den Kinderprinzen Rene II (Johnen) . Im Jahr 2006/07 hatte dies nicht geklappt, weil die dem Festkomitte angeschlossenen Gesellschaften den bis dahin geltenden Codex,  dass eine Jubiläumsgesellschaft vorrangig zu berücksichtigen sei, nicht mehr anwenden wollten. Außerhalb dieser Jubiläumsreihe stellten die Südinsulaner daher in der Session 2009/10 unser Prinzenpaar der Stadt Düren Peter und Agnes I ( Schmitz). Die Jubiläumstradition wollen die Südinsulaner aber fortsetzen und haben für die Jubiläumssession 2017/2018 , zum 66.  also, die Bewerbung für die große und die kleine Tollität abgegeben. Mal schauen….

 

Aber die Südinsulaner beherbergen eine besondere Kuriosität des Dürener Karnevals in ihren Reihen.

 

 Arni I. . Jawohl, eine Frau. Willi Kuck schrieb hierzu in seinem Buch Karneval im Düren-Zülpicher Land: „In der Session 1960/61 kam es zur Wahl einer Prinzessin. Arni hieß sie und war hübsch, aber sie war eine Frau“. Es sollte noch viel Knatsch geben, weiß Kuck zu berichten. Der BDK bemühte mit seinem Präsidenten Thomas Lissem die „Tradition“ der „Prinzen“. Das Festkomitee spaltete sich in zwei Lager, zur Inthronisation sagte die Stadt ihre Teilnahme ab, und sogar der Karnevalsumzug fiel aus. Arni I. zog allerdings mit großem Dürener Aufgebot im Düsseldorfer Rosenmontagszug mit. Man kann es nicht glauben, die aus dem Dorf waren fortschrittlicher als die aus der Stadt.  Hoffentlich, so kann man sich nur wünschen, gehört sowas der Vergangenheit an. Arni I (Seekircher) heißt heute Fuchs und fühlt sich bei den Südinsulanern wohl.

 

Eine weitere Besonderheit: die Begleitung der Kindertollitäten.

 

Eigentlich ist es so, dass nach der Satzung des Festkomitees dieses alleine für die Führung der Kindertollität verantwortlich zeichnet. Das heißt, es ist das Festkomitee, welches auch die Tollitäten zu begleiten hat. Bei den großen Tollitäten wird diese dann auch von der „stellenden“Gesellschaft begleitet. So ist dies auch bei den „Kleinen“. Nur hier gesellt sich auch eine Gesellschaft hinzu, die ebenfalls die Kindertollität, nunmehr seit vielen Jahren, und eigentlich von Anfang an begleitet, nämlich die Holzpoeze Jonge.  Warum fragt sich heute eigentlich nicht nur der stumme Beobachter von außen, auch  manch ein aktiver Karnevalist kennt die Gründe hierfür nicht mehr. Franz – Josef Vois, Ehrenpräsident der Südinsulaner und des Festkomitees weiss  noch um die Ursprünge. Danach war die Idee, eine Kindertollität zu führen, in der Gesellschaft der Holzpoeze Jonge begründet worden. Es war Hans Frings seit 1953 Vorsitzender der Holzpoeze, der am 31.5.1965 zum Präsidenten des damaligen Festausschuß Dürener Karneval, dem heutigen Festkomitee gewählt wurde, der dann diese Holzpoeze Tradition in das Festkomitee mit übernahm. Erkennbar trägt denn auch erst ab der Session 1966 der damalige Kinderprinz Dietmar I. ( Kämper) das Wappen der Stadt Düren im Ornat.

 

 

Trainerinnen

Die KG Südinsulaner legen sehr großen Wert auf optimale Ausbildung der ihr anvertrauten Kinder. Aus diesem Grunde sind unsere Trainerinnen auch neben ihrer eigenen tänzerischen Erfahrung als jahrelang selbst tanzende Mariechen ausgebildet und Inhaberinnen der Trainer C-Lizenz im karnevalistischen Tanzsport und im Turnen. Regelmäßig lassen sie sich selbst fortbilden und müssen sie sich in Seminaren dem Erhalt Ihrer Lizenz alle drei Jahre widmen.

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